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Stand Up Paddling für Anfänger

Inhaltsverzeichnis

Stand Up Paddling macht extrem viel Spass und ist zudem noch sehr leicht zu erlernen. Man bewegt sich draußen auf Seen, Flüssen oder dem Meer und erhält dazu noch ein grossartiges Ganzkörpertraining. Das Beste von allem ist aber, dass es für Menschen jeden Alters, Körperbau und Könnerstufe geeignet ist.
Kein Wunder, dass bei all diesen Gründen Stehpaddeln in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden ist. Wir freuen uns immer, wenn die Gemeinschaft an leidenschaftlichen Paddlern weiter wächst und haben deshalb folgende Anleitung zusammengestellt.
Mit folgenden Tipps und Tricks für Anfänger und Einsteiger gelingt ein sicherer und einfacher Einstieg ins Stand Up Paddling ganz bestimmt.

1. Das richtige Board ist die Basis

Ohne allzu technisch zu werden und von verschiedenen Boardtypen und Massen etc. zu theoretisieren, so ist das richtige Brett die Basis für schnelle Erfolge. Ein breites Allroundboard mit viel Volumen, ist für die ersten Versuche die richtige Wahl. Indem es ruhig und stabil im Wasser liegt, hilft es dir im Gleichgewicht zu bleiben und rasch Sicherheit zu gewinnen.

Illustration welche die Schlüsseleigenschaften eines Anfänger SUP Boards zeigt

Willst du Stand Up Paddling nur einmal auszuprobieren, so ist das Mieten des Equipments sicher eine gute Idee. Die Experten vor Ort werden dich mit dem richtigen Material ausstatten.
Falls du deine eigene Ausrüstung anschaffen willst, werden wir in Kürze eine detaillierte Anleitung für die Boardwahl und Artikel über die besten Boards für Einsteiger verfassen.

2. Equipment vorbereiten

Das schöne am SUP-Sport ist wie wenig Equipment man dafür braucht. Bekleidung, Paddel, Schwimmweste und Leash ist alles was notwendig ist.
Bei der Bekleidung gilt, zieh dich der Wassertemperatur entsprechend an. Im Sommer normale Badebekleidung, in der Übergangssaison Neopren und im Winter Trockenanzug ist ratsam. Dazu wird eine Schwimmweste oder PFD (Personal Floating Device) empfohlen oder ist je nach regionalen Bestimmungen sogar obligatorisch.

Falls du ein aufblasbares SUP verwendest, muss diese natürlich aufgepumpt werden. Hier gilt die Druckanzeige deiner Pumpe ist nicht kaputt. Sehr oft liest man im Internet Kommentare und Bewertungen, das Sie ihr Board aufgepumpt haben und die Anzeige habe sich auch nach “längerem” Pumpen nicht bewegt. Das ist in der Regel aber absolut normal. Die Nadel der Druckanzeige bewegt sich erst ab einem gewissen Druck. Meistens sieht das SUP schon nach kurzer Zeit voll aus, dann heisst es aber weiter pumpen. Denn durch den hohen Luftdruck im Board erhält diese erst die Steifigkeit.

Das Paddel wird der Körpergröße entsprechend eingestellt. Dazu stellst du dieses neben dir auf den Boden, strecke den Arm aus und verlängere das Paddel so, dass der Griff bis zu deinem Handgelenk reicht.

Illustration wie man die richtige Paddellänge einstellt

Die Leash, die Verbindung zwischen dir und dem Board wird an deinem Fuss befestigt. Bitte trage diese immer. Nach einem Sturz ins Wasser reicht schon ein leichter Wind und das Board treibt von dir ab. Die Leash sorgt dafür, dass dein Brett immer als rettende Insel in deiner Reichweite bleibt.

3. Ab ins Wasser

Kippe als Erstes das Board auf die Rails (Seite). Dann kannst du den Tragegriff greifen und das Brett so leicht anheben und unter dem Arm ins Wasser gehen. Lege das Board vorsichtig ins Wasser und achte darauf, dass es tief genug ist. Sonst ist es möglich, dass die Finnen über den Grund schleifen und Schaden nehmen können.

4. Auf den Knien auf das Board steigen

Steige in einer knienden Position auf das Board. Durch den niedrigen Körperschwerpunkt ist es so einfacher das Gleichgewicht zu halten. Kniend kannst du beginne, das Paddeln zu üben und dich an das Brett gewöhnen.
Aber auch später beginnt man im seichten Wasser immer zuerst auf den Knien. Dadurch vermeidet man die Gefahr eines Sturzes, bei dem man auf dem Grund aufschlägt.

Die Ideale Position auf dem SUP befindet sich in der Regel sehr zentral in der Mitte des Boards. Du kannst dich am Tragegriff orientieren. Dieser befindet sich an der Stelle an welcher das Board ausbalanciert ist. Sobald du den idealen Punkt auf dem Brett gefunden hast und genügend Sicherheit gewonnen, bist du bereit in tiefere Gewässer zu navigieren.

5. Aufstehen

Sobald das Wasser tief genug ist, kannst du versuchen aufzustehen. Dies ist gar nicht so schwer,wenn man folgende Punkte beachtet und etwas Übung hat.

In der knienden Position legst du dein Paddel quer über das Board. Mit beiden Händen am Paddelschaft fixierst du dieses. Stelle nun vorsichtig zuerst einen Fuß auf. Achte schon hier darauf, dass du am Schluss an der richtigen Position stehen wirst. Der ideale Punkt ist mit schulterbreiten Abstand auf Höhe des Tragegriffs.
Sobald du den einen Fuss stabil aufgesetzt hast und dem anderen Bein noch kniest, kannst du vorsichtig den zweiten Fuss nach vorne nehmen. Wenn du mit beiden Füßen aber noch in gebückter Haltung stehst, kannst du nun mit Blick nach vorne den Oberkörper langsam aufrichten. Dabei hältst du das Paddel in den Händen und nimmst es mit nach oben.

Anleitung für Anfänger wie auf einem SUP Board aufstehen

Viele machen den Fehler, dass sie beim Aufstehen und auch später beim Paddeln nach unten auf die Standfläche schauen. Jedoch ist es für die Balance viel besser mit den Augen einen festen Punkt in der Distanz zu fixieren.
Ein weiterer Tipp ist, aufzustehen wenn das Board in der Vorwärtsbewegung ist. Hier verhält es sich ähnlich wie beim Fahrrad fahren, es ist leichter die Balance zu halten wenn man eine gewisse Geschwindigkeit hat.

Sobald du aufrecht stehst, werden deine Knie im ersten Moment womöglich noch etwas zittrig sein. Das wird sich aber schnell legen sobald du dich daran gewöhnst hast die kleinen Bewegungen des Boards auszugleichen.
Herzliche Gratulation du bist nun ein Standing Paddler 😉

6. Stürzen und wieder Aufsteigen

Ein paar Wasserlandungen gehören einfach dazu. Bleibe aber deshalb nicht auf Sicherheit bedacht, verkrampft stehen. Das ist eher kontraproduktiv, denn Stand Up Paddling erfordert Beweglichkeit.
Wenn du merkst, dass du das Gleichgewicht verlierst versuche nicht auf das Board zu fallen. Das Board ist hart und das Wasser weich. Versuche seitlich, möglichst flach ins Wasser zu fallen. Dabei nie Kopf voran und nicht mit gestreckten Beinen voran.

Etwas was wir von mehreren Personen gehört haben, ist das es helfen kann seinen ersten Sturz ins Wasser gleich zu Beginn, vielleicht sogar absichtlich zu machen. Sobald man merkt das die Landung ins Wasser eigentlich weich ist, nimmt das die Angst vor dem Stürzen und man kann fortan viel entspannter auf dem Board sein.

Bist du im Wasser gelandet, wirst du nun froh sein, dank der Leash mit dem Board verbunden zu sein. Ansonsten wird das Brett oftmals durch den Sturz von dir weggestossen.

Um wieder auf das Board zu kommen, legst du dich zunächst wie zum Schwimmen flach ins Wasser. In der Mitte des SUP kannst du dich am Tragegriff festhalten. Nun erzeugst du mit ein paar kräftigen Tritten mit den Beinen hinter dir etwas Schub und nutzt diesen Impuls, um dich flach auf dem Bauch auf das SUP zu ziehen. Von hier aus drehst du dich in die richtige Richtung und kannst wieder eine kniende Position einnehmen.

7. Die richtige Paddeltechnik

Die richtige Körperhaltung ist beim SUP’en nicht nur die Basis für eine gute Stabilität auf dem Board, sondern auch für den richtigen Paddelschlag.

Ein Anfänger Fehler den man öfters sieht, ist, dass das Paddel nicht richtig in den Händen gehalten wird.
Richtig ist eine Hand oben am Knauf und die zweite am Paddelschaft. Der Abstand zwischen den beiden Händen sollte etwa so sein, dass wenn du das Paddel über dem Kopf hälst, die Ellbogen einen rechten Winkel bilden. Außerdem sollte das Paddelblatt mit der Krümmung nach vorne zeigen. In der Regel ist dort auf der Vorderseite das Markenlogo des Herstellers aufgedruckt.

Verschiedene Illustrationen wie man beim Stand Up Paddling das Paddel richtig in den Händen hält

Bei der Paddelbewegung fungiert die untere Hand am Schaft alles Drehpunkt und die Obere leitet die Bewegung.
Für einen effektiven Paddelschlag tauchst du dieses soweit wie möglich vor dir ins Wasser. Das Paddelblatt sollte dabei bis zum Schaftansatz komplett eingetaucht sein. Jetzt ziehst du das Paddel so nah wie möglich der Brettkante entlang bis circa zur deinen Fersen. Weiter nach hinten zu ziehen macht keinen Sinn, weil dann nur das Wasser in die Höhe spritzt und kein richtiger Vortrieb mehr erzeugt wird.

Anleitung wie man beim SUP die richtige Paddelbewegung ausführt

Wiederhole diese Bewegung auf jeder Seite so lange bist du merkst dass das Board langsam eine Kurve macht und wechsle dann die Paddel Seite. Beim Wechseln der Paddel Seite tauschen die Hände selbstverständlich die Position. Die untere Hand am Schaft kommt dann oben zum Knauf und umgekehrt.

8. Safety First

Obwohl dieser Punkt als letztes aufgezählt wird gilt, immer Safety First.
Überschätze deine eigenen Fähigkeiten nie. Bleibe am Anfang lieber in Ufernähe und übe mit einer Begleitperson.
Auch wenn das Paddeln auf Flüssen verlockend sein kann, der richtige Ort zum üben ist ein ruhiger See oder das Meer ohne Wellengang. Sei dir auch der Wetterlage bewusst und paddle nie mit starkem ablandigem Wind vom Ufer weg. Denn mit Rückenwind kann es schnell passieren, dass man weiter abdriftet als einem lieb ist.

Bonus. Have Fun

Wir hoffen, dich mit dieser Anleitung bei deinem Einstieg ins Stand Up Paddling unterstützen zu können. Selbstverständlich kann es einige Male dauern bis du dich komplett sicher auf dem Wasser fühlst. Sei aber geduldig mit dir und übe mit Vertrauen, dass es sich lohnt. Außerdem man hat nie ausgelernt. Wenn du die Basics beherrschst, gibt es immer Punkte an welchen du dich weiterentwickeln kannst.

Wir freuen uns, dass wir dieses einzigartige Erlebnis übers Wasser paddeln mit dir teilen können.

Rocher

Vor über 10 Jahren stand ich das erste Mal auf einem Surfboard und dieses Gefühl vom “auf dem Wasser stehen”, hat mich seit dem nie mehr losgelassen. Am Anfang war SUP „nur“ die Alternative für Tage ohne Wellen, um trotzdem auf einem Board stehen zu können. Allerdings ist diese „nur Alternative“ mit der Zeit zu einer eigenen Leidenschaft geworden. Deshalb freue ich mich für euch hier über spannende Themen rund um diesen wunderbaren Sport schreiben zu dürfen.

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