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SUP mit Hund Anleitung

Gemälde von einem Mann auf einem SUP mit Hund
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Du magst Stand Up Paddling und liebst deinen Hund? Was gäbe es dann Besseres als gemeinsam ein Paddelboard-Abenteuer zu erleben. Die Vorstellung ist natürlich sehr romantisch, gemeinsam mit deinem Hund auf dem Board gemütlich durch die Natur zu paddeln und eine schöne Zeit zu verbringen. Allerdings kann es eine Herausforderung sein, dein vier Pfoten Freund von dieser Vorstellung zu überzeugen.

Diese Anleitung wird dir helfen, deinem Hund das Mitfahren auf dem SUP einfach und sicher beizubringen und euch beiden Spaß bereiten wird. Allerdings ein erster Tipp vorneweg, je geübter du als PaddlerIn bist, desto einfacher wird es gemeinsam mit deinem Hund.

1. Das richtige Board für SUPen mit Hund wählen

Auch wenn es sogar spezial Boards fürs Paddeln mit Hund gibt, ist das nicht zwingend notwendig. Stelle jedoch sicher, dass dein SUP der Größe deines Hundes angepasst ist. Auch ein größerer Hund sollte genügend Platz haben, um sich gut drehen und eine bequeme Position einnehmen zu können. Außerdem sollte die maximale Traglast des Boards deutlich über dem Gesamtgewicht von Paddler und Hund liegen.

Längere und breite Bretter helfen, dass ihr stabil im Wasser liegt und Sicherheit gewinnt. Ideal für diese Bedürfnisse sind breite Allround-Boards, Wildwasser- und SUP-Boards für Yoga.

Zudem ist zu beachten, dass dein Hund auf der Oberfläche einen guten Halt findet. Daher haben aufblasbare iSUPs mit ihrer Kunststoffhülle einen leichten Vorteil gegenüber Hartschalen Brettern mit extrem glattem Deck. Allerdings ist auch bei iSUP noch besser wenn das EVA-Deckpad die ganze Standfläche bedeckt. Falls dies bei dir nicht der Fall ist, gibt es sogenannte Dog Matten welche am Board befestigt werden und für einen sicheren Stand des Hundes sorgen. Alternativ, für die Do-It-Yourself Leute unter euch, kann auch eine alte Yoga- oder Badematte verwendet werden.

Eine Frage die sich viele stellen ist, ob speziell aufblasbare SUPs durch die Hundekrallen nicht Schaden nehmen. Zur Beruhigung können wir sagen, dass die modernen Boards sehr robust gebaut sind und höchstens oberflächliche Kratzspuren erleiden.

2. Den Hund ans Schwimmen gewöhnen

Klingt offensichtlich, aber nicht alle Hunde sind von Natur aus gute Schwimmer. Deshalb solltest du dafür sorgen, dass dein Hund schwimmen kann und sich im Wasser wohl fühlt.

Sicherheitshalber sollten nicht nur Paddler sondern auch Hunde Schwimmwesten tragen. Auch wenn dein Hund gut schwimmt, kann es immer zu einer Notsituation kommen. An die Weste und das Schwimmen damit, sollte der Hund auch zuerst angewöhnt werden.

3. Den Hund mit dem Board vertraut machen

Als erstes, machst du deinen Hund Zuhause mit dem SUP vertraut. Lege das Brett in einem Zimmer in dem er sich wohlfühlt für eine Woche auf den Boden. Lasse den Hund daran schnüffeln und auf eigene Faust erkunden. Kein Problem, falls er nicht sofort darauf springt – er soll sich nur daran gewöhnen.

Nach einer ersten Eingewöhnungsphase, kannst du deinen Hund auch mit Leckerlis dazu ermutigen auf das Brett zu gehen und sich zu setzen. Sei geduldig und erzwinge nichts. Das Brett sollte für den Hund Spass bedeuten.

Als nächste Stufe kannst du den Hund daran gewöhnen mit Schwimmweste auf dem Board zu stehen. Je mehr diese diese Situation geübt wird, desto natürlicher wird es sich draussen in anderer Umgebung für deinen Hund anfühlen.

4. Auf- und Absteigen draussen in der Natur üben

Bevor es ins Wasser geht, übt ihr das Auf- und Absteigen auf Kommando. Gehe dazu nach draussen ins Gras. Übe spezielle Kommandos für das Aufsteigen und Absteigen und belohne ihn, wenn er diese richtig befolgt.

Das A und O, wenn man mit seinem Hund auf’s Wasser will, ist Geduld. Man muss es einfach immer und immer wieder versuchen. Wer zu früh aufgibt oder Druck aufbaut, wird den Hund nicht stabil auf das Board bringen.

Übe auch das Aufsteigen währenddem du dort stehst wo du paddeln wirst und gewöhne den Hund an den seinen Platz. Wippe leicht hin und her, um das Schaukeln auf dem Wasser zu imitieren und lobe deinen Hund wenn er ruhig auf dem Board bleibt.

Es ist wichtig, dass Ihr gemeinsam sicher auf dem Board seid und dein Hund alle Kommandos richtig befolgt. Denn springt er im falschen Moment ab, führt das in der Regel dazu, dass auch du das Gleichgewicht verlierst, was besonders im flachen Wasser gefährlich sein kann.

5. Ab ins Wasser

Endlich kannst du all das Geübte mit ins Wasser nehmen. Gehe auch hier schön langsam Schritt für Schritt vor und übe all das Gelernte zuerst kniend im seichten Wasser. Möglicherweise wird dieser Schritt etwas länger dauern, weil das Wasser viel Ablenkung bietet.

Sobald beide bereit sind und du sicher auf den Knien paddeln kannst, versuche in tieferem Gewässer aufzustehen.

Vielleicht klappts beim ersten Mal nicht perfekt, aber all das gehört dazu. Sei darauf vorbereitet, dass dein Hund jederzeit abspringen kann. Stehe deshalb nur im tieferen Gewässer auf und halte dich von Gefahren wie Booten oder Menschen fern. Ist dein Hund ins Wasser gefallen oder gesprungen, hilf ihm wieder auf das Brett. Schwimmwesten verfügen in der Regel über einen Griff an dem du ihn hochziehen kannst.

Zurück am Ufer habt ihr euch beide auf jeden Fall eine richtige Belohnung verdient. Wir wünschen dir viel Spass und schöne Momente gemeinsam mit deinem Hund auf dem SUP.

Rocher

Vor über 10 Jahren stand ich das erste Mal auf einem Surfboard und dieses Gefühl vom “auf dem Wasser stehen”, hat mich seit dem nie mehr losgelassen. Am Anfang war SUP „nur“ die Alternative für Tage ohne Wellen, um trotzdem auf einem Board stehen zu können. Allerdings ist diese „nur Alternative“ mit der Zeit zu einer eigenen Leidenschaft geworden. Deshalb freue ich mich für euch hier über spannende Themen rund um diesen wunderbaren Sport schreiben zu dürfen.

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