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Die Besten aufblasbaren SUP Boards 2021

Inhaltsverzeichnis

Nur zu gut können wir uns an den Kauf unseres ersten SUP Boards erinnern. Komplett überfordert von der Bandbreite an verschiedenen Typen, Massen und Preisniveaus war es schwierig, sich für eines zu entscheiden.

Aus diesem Grund haben wir nach einem gründlichen SUP Test die 4 besten aufblasbaren SUP Boards gekürt.

Für die etwas Ungeduldigen kommen wir im ersten Teil gleich auf den Punkt und vergleichen diese 4 besten Allround SUP Boards. Im zweiten Teil gehen wir dann etwas genauer auf die verschiedenen Merkmale ein, welche man bei einem Kauf abwägen sollte.

Somit hoffen wir, euch mit diesem Artikel bieten zu können, was wir uns damals bei unserem ersten Kauf gewünscht hätten. Sodass ihr eine gut informierte Entscheidung treffen könnt und ein SUP findet, welches auf eure Bedürfnisse abgestimmt ist.

Board Vergleich

Die Besten Aufblasbaren Stand Up Paddle Boards Im Test

Bluefin Cruise

Das Bluefin Cruise ist als Komplettpaket unser absoluter Favorit. Eine hochwertige, sehr robuste Konstruktion, gepaart mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität und das alles zu einem angemessenen Preis macht es für uns zum allgemein besten Allround SUP. 

Dank der Bauweise ist das Board tatsächlich extrem steif, biegt sich kaum durch und ist somit auch ideal fürs Fahren zu zweit. Außerdem hat Bluefin praktisch jedes Feature verbaut, welches man sich wünschen kann. Die Standardmerkmale mit EVA Pad, Kicktail, Gepäcknetz, D-Ringen sind genauso dabei wie speziellere Features, wie mehrere praktische Tragegriffe sowie ein Action Cam Mount.  

Außerdem wird das SUP als Komplettset, mit allem drum und dran geliefert. Mit Pumpe, Leash und bequemen Rucksack, auch das Paddel inklusive der Kajakpaddel Erweiterung sowie Kajaksitz ist alles dabei. 

Ja, wir wissen, wir hören uns schon ein wenig nach einer Infomercial aus dem TV an. Alles an diesem SUP ist perfekt und es scheint, als könnte man damit sogleich über einen Regenbogen ins Einhorn Paradies schweben. Aber ja, wir können nichts dafür, dass die Firma Bluefin mit dem Cruise wirklich ein super Produkt anbietet. 

Um den Eindruck von Schwärmerei nicht weiter zu festigen, können wir hier natürlich auch etwas erwähnen, was uns nicht so gefällt. Das Design. Natürlich schrecklich sieht es nicht aus, aber ja, es gibt designmäßig sicher schönere SUPs.

Jetzt weiter im Infomercial Modus ;-). Beim Kauf eines Bluefin Cruise erhält man eine 5-jährige Garantie auf das Board. Das ist wirklich einzigartig und zeigt das Vertrauen des Herstellers, hier wirklich ein extrem hochwertiges Produkt zu liefern. Wir denken mit dem Kauf dieses Komplettsets sind Einsteiger, aber auch geübtere PaddlerInnen gut bedient und erhalten ein super SUP.

Aufpumpen des Bluefin Cruise SUP Boards bei einem alpinen See

Indiana SUP Family Pack Touring

SUP 2.0, Split Fin Box, Pre-laminated Double Layer Konstruktion, Hyperflow Polyamid Fin.
Wer die Produktbeschreibung des Indiana 11’6” Family Pack liest, erhält mit all diesen Fachbegriffen den Eindruck, dass es sich um ein Raumschiff handeln muss.
Diese klingenden Marketingwörter bedeuten nicht per se, dass ein SUP auch tatsächlich gut ist. Aber bei der Schweizer Marke Indiana SUP, von welcher dieses Family Pack Board stammt, zeugen diese Begriffe tatsächlich von der Innovationskraft des Herstellers.
Dank diversen dieser fortschrittlichen Features und der extrem hochwertigen Verarbeitungsqualität war das Indiana 11’6” Family Pack in unserem Test unser Favorit in der Kategorie bestes Family Board.

Mit den Massen von 350cm Länge, 79cm Breite und einer spitzen Bauweise ist das Board im Touring Bereich anzusiedeln. Trotzdem verfügt das Board unter anderem dank der großen “Hyperflow” Finne über eine sehr gute Kippstabilität und ist damit auch für Anfänger und Kinder ideal geeignet. Aus diesem Grund würden wir es als sportliches Allround SUP mit hervorragenden Gleit- und Fahreigenschaften beschreiben.
Neben dem hochwertigen Board überzeugt auch das mitgelieferte Zubehör mit Qualität. Mit einem Fiberglas/Carbon Paddel, der Doppel-Hub Pumpe und dem bequemen Rucksack, inklusiv praktischen Rollen ist fast alles dabei, was zum Stand Up Paddling notwendig ist. Nur die Leash muss separat dazu gekauft werden.

Set Übersicht des Indiana Family Pack Touring Board

Itiwit X100 Touring 11′

Unserer ausführlichen Review zum Decathlon SUP in einem Satz zusammengefasst wäre: “Das Itiwit X100 11” ist ein hochwertig verarbeitetes, robustes und optisch schönes Stand Up Paddle Board.”
Kurz und bündig ist es aus diesen Gründen für uns persönlich der Gewinner in der Kategorie „Bestes preiswertes SUP“.

Eine einfache Entscheidung war es nicht, denn der Konkurrenzkampf in dieser Preisklasse ist in den letzten Jahren eindeutig schärfer geworden. Unter anderem durch die Discounter wie Aldi oder Lidl, welche den Trendsport Stand Up Paddling für sich entdeckt haben, ist die Auswahl an kostengünstigen SUPs deutlich größer geworden. Was für den gesamten Allround Bereich gilt, sind sich die SUPs auch in dieser Kategorie relativ ähnlich. Außerdem muss man in dieser Preisklasse natürlich mit einigen Abstrichen leben, denn irgendwo mussten die Hersteller einsparen, um diesen Preis zu ermöglichen.

Die Merkmale, welche für uns das Itiwit X100 zum Favoriten machen ist die ordentliche Verarbeitungsqualität, welche in diesem Preissegment nicht selbstverständlich ist. Außerdem kann es mit einer guten Formstabilität und Steifigkeit punkten.
Für SUP Einsteiger, an welche sich diese günstigeren Produkte in erster Linie richten, bietet das Decathlon SUP Itiwix X100 eine interessante Mischung zwischen einem Allrounder und gewissen Touring Charakteristiken. Anfänger werden sich dank der extrem hohen Kippstabilität schnell wohlfühlen. Außerdem bietet diese Stabilität auch Möglichkeiten zum Beispiel für SUP Yoga.

Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass das Board nicht als Komplettset verkauft wird. Da wird bei anderen Einsteigerboards deutlich mehr Zubehör mitgeliefert, wenn auch dies dann öfters von bescheidener Qualität ist.

Ansicht des Itiwit X100 11' Boards

SUP Board Kaufen: Auf Welche Eigenschaften Sind Zu Achten?

Wenn man sich das erste Mal mit dem Kauf eines SUPs befasst, können all die Fachbegriffe und Masse in Fuß, Zoll usw. etwas überfordernd wirken. Damit jedoch nicht genug, jede Veränderung eines dieser Parameter bewirkt eine Verbesserung in einem Bereich der Performance, zugleich aber eine Verschlechterung in einer anderen. Wie soll man dann bei dieser riesigen Bandbreite an Stand-Up-Paddleboards das Passende für sich finden?

Doch keine Sorge, wir können euch helfen. Denn im Grunde scheint alles komplizierter, als es am Schluss dann tatsächlich ist. Nachfolgend werden wir auf die jeweiligen Eigenschaften und die Auswirkungen auf das Verhalten des SUPs genauer eingehen. So wird es einfacher, abschätzen zu können, welches SUP für dich ideal ist.

Länge + Breite + Dicke = Volume & Traglast

Ein Hauptmerkmal eines SUPs ist die Länge des Boards. In der Regel wird diese, wie im Surfsport üblich, in der absolut stupiden Maßeinheit Fuß angegeben. 1′ entspricht dabei ca. 30,48 cm.

Allround SUP Boards, auf welche wir uns in diesem Test konzentrieren, haben normalerweise eine Länge von ca. 10’ (304 cm) und mehr. Auch wenn die Unterschiede der Längen im Allround Board Bereich nicht allzu groß sind, ist es dennoch gut zu wissen, was diese für einen Einfluss auf das Fahrverhalten haben. Denn die Länge ist ein Abwägen zwischen der Wendigkeit des Boards, der Spurtreue und der Geschwindigkeit.

Grafik welche das Drehverhalten von kürzen SUP mit einem längeren Vergleicht

Ein kurzes SUP Board (fig. 1) ist aufgrund eines verbesserten Drehpunkts wendiger und allgemein weniger schwerfällig im Wasser als ein Langes (fig. 2). Kurze, wendige Bretter sind auf unruhigen, fließenden Gewässer sowie den Wellen gefragt. Aus diesem Grund gibt es spezielle Wildwasser- und Waveboards.

Grafik welche die Spurtreue von Touring SUPs darstellt

Ein langes SUP Board (fig. 1) schneidet bei gleichbleibender Breite, einem Pfeil ähnlich durch das Wasser. Durch die verbesserte Spurtreue muss man weniger die Paddel Seite wechseln und die Geschwindigkeit ist allgemein höher. Dieser Effekt wird bei Touring Boards, welche für lange Strecken gebaut wurden oder den Raceboards für hohe Geschwindigkeiten genutzt.

Die Breite des SUPs bestimmt in erster Linie, wie sicher das Board im Wasser liegt. Je breiter das Brett ist, desto größer ist natürlich auch die Auflagefläche, was zu einer hohen Kippstabilität führt. Dies ist für Anfänger wohl eine der wichtigsten Eigenschaften eines Boards. Denn nichts ist so frustrierend, wie ständig das Gleichgewicht zu verlieren und im Wasser zu landen. Deshalb sollte man am Anfang zu einem SUP Board mit einer Breite von mindestens 30” (75-80cm) greifen. Je schneller man sicher auf dem Board steht, desto schneller macht man Fortschritte, wodurch sich auch das Gleichgewicht verbessert.

Grafik welche die Kippstabilität von breiten SUP Board illustriert.

Ein breites SUP (fig. 1) verfügt über eine große Auflagefläche und liegt deshalb besonders ruhig im Wasser. Ein schmales (fig. 2) dagegen ist kippelig und daher besser für erfahrene Paddler geeignet.

Allround SUPs welche eher breit gebaut sind, sind aus diesem Grund für Einsteiger und Anfänger ideal.


Bei einem schmalen Board wird durch die kleinere Angriffsfläche der Wasserwiderstand verringert. Dadurch erreicht man mit weniger Kraftaufwand mehr Vortrieb und Geschwindigkeit. 

Besonders bei Raceboards sieht man dies deutlich. Mit Breiten um die 25” (63cm) sind diese für Einsteiger kaum zu beherrschen.

In der Dicke ist die Vielfalt etwas weniger gross. Viele SUPs sind heutzutage um die 6” (15cm) Dick. Doch das war nicht immer so. Besonders zu Beginn der aufblasbaren Stand-Up-Paddleboards waren diese oftmals dünner (+/- 10cm). Jedoch hat sich gezeigt, dass bei dieser Dicke eine gute Steifigkeit nur schwer zu erreichen ist und die meisten Bretter sich im Wasser durchgebogen haben.

Grafik welche zeigt wie die SUP Dicke zu weniger Verkrümmung führt.

Die Steifigkeit eines Boards wird einerseits durch die Bauweise und verwendeten Materialien gegeben und andererseits durch die Dicke. Grundsätzlich je dicker das SUP, desto weniger biegt es sich durch. Jedoch wird dadurch auch der Widerstand im Wasser etwas erhöht. 

Aus dem Zusammenspiel aus der Länge + Breite + Dicke ergibt sich das Hohlmaß eines SUPs. Dieses Volume, in der Regel in Liter angegeben, bestimmt im Endeffekt die Traglast, also wie schwer der Paddler sein darf.
Viele SUPs im Allround Bereich geben eine Traglast um die 130kg oder sogar mehr an. Das heißt auch mehrere PaddlerInnen können gemeinsam mit dem SUP unterwegs sein. Es gibt sogar riesige Spezial Boards, welche für 7-10 Personen gemacht sind.

Form Des SUP-Boards

Die Form eines Bretts, Shape genannt, hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie sich das Board im Wasser verhalten wird. Genau gleich wie die Grundmaße (Länge/Breite/Dicke) abhängig voneinander sind, ist auch der Shape direkt mit diesen verbunden. Damit ein SUP Board mit einer erwachsenen Person auf dem Wasser schwimmt, ist ein gewisses mindest Volumen notwendig. Somit ist es nicht möglich, ein extrem kurzes, schmales und in der Form auch noch spitz zulaufendes Brett zu konstruieren, auf welchem ein Erwachsener paddeln könnte. 

Mit diesem Grundverständnis erkennt man deshalb, weshalb die verschiedenen SUPs so unterschiedlich aussehen. Ein Raceboard ist schmal und hat eine spitze Nose, damit der Wasserwiderstand möglichst klein ist. Damit es trotzdem über genügend Volume für den PaddlerIn verfügt, sind die Raceboards extrem lange gebaut. 

Ein Allroundboard dagegen soll so kurz wie möglich sein, damit es einigermaßen wendig bleibt, aber über genügend Volume und eine große Auflagefläche verfügt, damit es auch für Anfänger geeignet sicher im Wasser liegt. Dadurch sind die Allrounder im Bug-Bereich (Nose) und Heck (Tail) eher breit und rund gebaut. So kann man das Maximum an Tragfläche und Volume gewinnen.

Graphic showing the improved tracking of a long sup versus a short one

Eine spitz zulaufende Nose verhält sich im Gegensatz zu einer runden, gleich wie die Form eines Düsenjets zu einem Schneepflug. Der Pflug, die runde Form, schiebt sich mit viel Verdrängung durch das Wasser und wird dadurch ausgebremst. Der Düsenjet, die spitze SUP Nose dagegen,  schneidet wie ein Pfeil durch das Wasser und ist dadurch effizienter und im Endeffekt schneller unterwegs.

Neben der Außenlinie eines SUPs kann man auch die Krümmung (Rocker) zum Shape dazu zählen. Die meisten Stand-Up-Paddleboards sind im Stehbereich sehr flach geformt und dann im Bereich der Nose leicht nach oben gekrümmt. Der Unterschied ist bei den meisten Brettern nicht allzu groß. Dennoch führt die Ausprägung des Nose-Rockers zu leicht unterschiedlichem Fahrverhalten. 

Grafik welche zeigt wie die SUP Dicke zu weniger Verkrümmung führt.

Eine starke Krümmung der Nose hilft bei unruhigem Wasser, um über die Wellen zu fahren. Allerdings wird dadurch die Angriffsfläche an der Board-Unterseite relativ groß und der Wasserwiderstand erhöht sich.


Keine Krümmung sorgt dafür, dass die Nose das Wasser über die Rails umleitet, wodurch sich der Wasserwiderstand verringert. Jedoch wird das Board schon bei kleinen Wellen überspült, was sich wiederum schlecht auf das Fahrverhalten auswirkt.

Konstruktion

Die Konstruktion eines SUPs hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie steif das Board ist. D.h dass es sich auch unter höherem Gewicht im Wasser nicht wie eine Banane durchbiegt. Außerdem haben die Bauweise, die Verarbeitungsqualität und verwendeten Materialien Einfluss darauf, wie robust und dadurch langlebig das Board am Ende sein wird.

Häufige Mängel, welche man speziell bei etwas günstigeren SUPs findet, sind Klebereste an verleimten Kanten oder kleine Blasen, welche unter den PVC-Schichten auszumachen sind. Selbstverständlich heißt das nicht, dass ein Board mit diesen Makeln nicht brauchbar ist oder diese nach kurzer Zeit zu einem Schaden führen werden. Vielmehr deuten diese kleinen Mängel auf eine Verarbeitung hin, welche wahrscheinlich nicht genau gleich sorgfältig war wie bei einem hochwertigen teureren Brett. Ob diese etwas einfachere Verarbeitungsqualität beim einzelnen SUP Board auf eine reduzierte Langlebigkeit führt, kann jeweils nur die Zeit zeigen.

Die Art und Weise, wie das SUP konstruiert und welche Materialien verwendet wurden, haben neben der Performance und Langlebigkeit auf einen weiteren wichtigen Faktor großen Einfluss, das Gewicht. Heutzutage bewegen sich die aufblasbaren Allround SUP Boards in einem Bereich von ca. 9-12kg.

Spezielle Features

Neben der Größe und Form unterscheiden sich die SUPs oftmals auch durch weitere Eigenschaften, von welchen wir die Wichtigsten hier kurz beleuchten.

  • EVA-Pad: Allen Boards gemein ist, dass auf der Oberfläche ein Deck Pad mit einer Struktur verleimt ist. Dadurch behalten die Füße auch bei Nässe guten Halt. EVA ist dabei die Abkürzung des verwendeten Materials – Ethylen-Vinylacetat. Ein leichter, elastischer, langlebiger und ungiftiger Kunststoff, welcher z.B auch öfter in Schuhsohlen Verwendung findet.
  • D-Ringe: Sind Ringe, welche auf dem Deck eines SUPs festgemacht sind. Diese können dazu verwendet werden, weiteres Zubehör zu montieren. Zum Teil wird ein Kajak Sitz mitgeliefert, welcher an diesen Ringen befestigt wird. Den Namen erhalten die Ringe durch ihre Form. Auf der einen Seite flach, auf der anderen abgerundet, erinnern sie stark an ein D.
  • Gepäcknetz: Oftmals ist an diesen D-Ringen im Bug-Bereich und zum Teil zusätzlich am Heck ein Netz aus Gummischnüren montiert. Dieses Gepäcknetz kann zum Transport von kleineren Gegenständen wie Wasserflaschen oder Drybags verwendet werden.
  • Action Cam Mount: An diesen Halterungen können Action Cams wie z.B GoPro’s oder zum Teil auch klassische Kameras über ¼-Gewinde befestigt werden. Damit verpasst du garantiert nie mehr einen schönen Moment während eines SUP Ausflugs.

Zubehör

Besonders schön am Stand-Up-Paddling ist, wie wenig Equipment man benötigt, was das Ausüben dieses Sports wesentlich vereinfacht. Neben dem Board sind nur noch 3 Dinge essentiell. Die Pumpe, das Paddel und die Leash. 

Zum Glück werden viele der Einsteiger SUP Boards gleich mit diesem Standardzubehör geliefert. Zum Teil sogar in Komplettsets, mit noch mehr optionalem Zubehör, welches praktisch keine Wünsche mehr offen lässt. 

Die Funktion der Pumpe an sich ist selbsterklärend. Dennoch gibt es verschiedene Varianten. Im Gegensatz zu früher werden heute meistens Doppelhub Pumpen mitgeliefert. Diese pumpen im Vergleich zu Einzelhub Pumpen nicht nur beim Runterdrücken Luft in das SUP, sondern auch beim Hochziehen. Dadurch wird der Prozess beschleunigt. Viele SUP Boards werden auf 15 Psi aufgepumpt, was 1 bar entspricht. Dazu benötigt man je nach Körpereinsatz zwischen 5 und 12 Minuten. 

Manche Pumpen verfügen zudem über eine absaug Funktion. Durch Umstecken des Schlauches kann so der letzte Rest Luft aus dem Board gepumpt werden, was das Zusammenpacken deutlich vereinfacht.

Zum Stand-Up-Paddling braucht es selbstverständlich auch ein Paddel. Dieses besteht für den einfachen Transport in der Regel aus mehreren Teilen und kann der Körpergröße entsprechend in der Länge angepasst werden. 

Meistens sind bei den Einsteiger-Sets die etwas billigeren Aluminium Paddel enthalten. Im Gegensatz zu den teuren Carbon- oder Fiberglas-Paddel sind diese ca. 500 Gramm schwerer. Was nach wenig klingt, ist nach einer längeren Paddel-Tour mit Tausenden Paddelschlägen in den Armen deutlich spürbar. Positiv betrachtet, ist dadurch aber auch der Trainingseffekt größer. 

Für einen gemütlichen Ausflug auf dem See oder das herum planschen im Wasser reicht ein solches Aluminium Paddel längstens aus. Wer sportliche Ambitionen hat, wird dann aber in einem zweiten Schritt gerne für ein Hochwertiges mehr Geld investieren. 

Die Leash ist die Leine, welche den Körper mit dem SUP Board verbindet. Es wird dringend empfohlen, diese zu verwenden. Denn, schon wenig Wind kann das SUP Board extrem schnell abtreiben, wenn man ins Wasser fällt, wodurch sogleich eine brandgefährliche Situation entsteht. 

Die Leash gibt es in 2 verschiedenen Varianten, einerseits eine einfache Schnur und andererseits eine eingekringelte (Coiled-Leash). Der Vorteil dieser Coiled-Leash besteht darin, dass sie jeweils eingekringelt auf dem Board liegt und nicht im Wasser hinterher treibt. Dadurch wird vermieden, dass sich die Leine mühsam in Seegras oder Felsen verhängt. 

Neben diesen 3 essentiellen Gegenständen wird das SUP zum Glück meistens mit einem Rucksack geliefert. In diesem kann das Board zusammengerollt und bequem mit dem restlichen Equipment verstaut und transportiert werden. Die Qualität dieser Rucksäcke unterscheiden sich zum Teil stark. Günstigere SUPs werden in der Regel in einer eher simplen Ausführung z.B ohne große Polsterung an den Tragegurten geliefert. Hochwertige Sets beinhalten dagegen teilweise Rucksäcke mit großem Tragekomfort und sind manchmal sogar mit Rollen ausgestattet.

Ferner zu beachten sind lokale Bestimmungen, welche zum Teil Schwimmhilfen oder Rettungswesten vorschreiben.

FAQ: Die Häufigsten Stand Up Paddling Fragen

  • Was ist SUP und ein SUP Board?

    SUP ist die Abkürzung für Stand-Up-Paddling, was die Sportart schon ziemlich gut beschreibt. Das SUP Board ist das Surfbrett, auf welchem es möglich ist, auch ohne vorwärts Bewegung aufrecht zu stehen und sich paddelnd fortzubewegen.
    Wie der ganze Surfsport, entstand das Konzept des stehenden Paddelns vor langer Zeit bei polynesischen Fischern.
    In den 2000er-Jahren hat sich der SUP Sport zunehmend unabhängig von Wind- und Wellenreiten entwickelt.
    Mit der Entwicklung von aufblasbaren SUP Boards, auch inflatable SUP oder iSUP genannt, wurde das Handling und der Transport deutlich vereinfacht und ermöglichte somit die weite Verbreitung als Freizeitsport.

  • Für wen eignet sich Stand-Up-Paddling?

    Stehpaddeln ist praktisch für alle geeignet. Auch, wenn zu Beginn einiges an Gleichgewicht erfordert wird, können Anfänger mit dem richtigen Board (Breit und hohe Kippstabilität) innerhalb der ersten Stunde auf dem Brett stehen und fahren. Für viele, welche schon Brettsportarten ausüben oder über einen guten Gleichgewichtssinn verfügen, heißt es meistens sogar, einfach drauf stehen und losfahren.
    Stand-up-Paddling ist ideal für entspannte Fahren auf dem See, aber auch sportlich ambitionierte PaddlerInnen kommen mit langen Touren oder speziellen Raceboards auf ihre Kosten. Dabei wird der ganze Körper gleichermaßen genutzt und ist somit bestens geeignet, um sportlich aktiv und fit zu bleiben.

  • Welche Arten von aufblasbaren SUP-Boards gibt es?

    Aufgrund verschiedener Ansprüche, je nach Nutzung und Gewässer, haben sich mehrere Boardtypen herauskristallisiert und SUP Kategorien gebildet.
    Allrounder
    Wie der Name schon sagt, können Allrounder SUP Boards alles ein wenig und sind somit speziell für Einsteiger ideal geeignet. Eine breite, rundliche Bauweise sorgt für eine gute Kippstabilität und ausgewogene Fahreigenschaften. Sie können auf relativ ruhigem Gewässer wie Seen und Flüssen eingesetzt werden und bei kleinem Wellengang sogar im Meer.
    Allrounder können somit vielfältig, zum Teil auch zu zweit oder mit einem Hund genutzt werden und sind damit für Gelegenheits- & Wochenend-PaddlerInnen geeignet, welche entspannte kurze Touren unternehmen wollen.
    Touring-Boards
    Bei den Touring-Boards wird durch die etwas spitzere und längere Bauweise der Wasserwiderstand verringert. Neben einem besseren Geradeauslauf sind dadurch höhere Geschwindigkeiten oder ausgedehnte Touren mit weniger Kraftaufwand möglich. Allerdings sind sie auf der Kehrseite auch schwieriger zu manövrieren und bieten weniger Kippstabilität.
    Race-Boards
    Bei den Rennbrettern wird das Prinzip der Touringboards, mit der schmalen, langen Bauweise im wahrsten Sinn des Worts auf die Spitze getrieben. Durch diese Form schneidet ein Race-Board wie ein Pfeil durchs Wasser und ermöglicht Höchstgeschwindigkeiten. Allerdings sind diese Bretter für Einsteiger kaum zu befahren.
    Wave-Boards
    Diese Boards sind eher etwas kürzer und breiter gebaut als z.B Allrounder. Dadurch sind sie um einiges drehfreudiger und somit ideal auch höhere Wellen zu befahren.
    Wildwasser-Boards
    Diese Bretter sind für schnelle, unruhige Gewässer ausgesprochen robust konstruiert. Auch eher kurz können sie fast auf der Stelle drehen, damit man bei extremen Wildwasser-Passagen gut navigieren kann.

  • Was kostet ein SUP-Board?

    Für ein SUP-Board kann man zwischen 200 bis 2000 EUR alles ausgeben. Wobei man sagen kann, dass man mit ca. 500-800 EUR damit rechnen kann ein sehr gutes Allround SUP zu erwerben.

  • Welches Zubehör wird benötigt?

    Essentiell ist eine Luftpumpe zum Aufblasen des iSUP, sowie Paddel und Leash.
    Außerdem werden die meisten Boards mit einer Aufbewahrungs- bzw. Tragetasche geliefert. Neben diesem Standardzubehör gibt es noch eine Vielzahl an Extras, welche das Stand-up-Paddling bequemer oder abwechslungsreicher machen. Von Kajaks-Sitzen über Transporttasche, Lautsprechern bis zu elektrischen Pumpen findet man alles, was das Herz begehrt.

  • Was ist bei der Pflege des SUP-Boards zu beachten?

    Nach der Nutzung sollte man das Board kurz mit sauberem Wasser abwaschen und vor dem Einpacken trocknen lassen. Lose zusammengerollt wird es am besten an einem kühlen, trockenen und schattigen Ort aufbewahrt.
    Außerdem ist zu beachten, das Board draußen bei nicht Benutzung nicht zu lange direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Durch die Hitze und UV-Strahlen kann das Material mit der Zeit spröde werden.
    Für kleine Reparaturen liegen den meisten SUP Boards ein Reparaturset mit Kleber und Flickzeug bei.

  • Auf welchen Gewässern kann man Stand-Up-Paddeln?

    Anfänger sollten sich zu Beginn auf möglichst ruhigen und windstillen Gewässern bewegen. Mit etwas Übung kann man sich dann an Schwierigere herantasten. Denn theoretisch ist Stand-up-Paddling auf praktisch allen Gewässern möglich. Wobei es für das Meer spezielle Wave-Boards und unruhige Flüsse Wildwasser-Boards gibt.
    Im Vordergrund sollte jedoch immer die Sicherheit stehen. Man muss sich mit den jeweiligen Anforderungen (Material & Können) und Verhaltensweisen auseinandersetzen, welche auf einem spezifischen Gewässer erfordert sind.

Rocher

Vor über 10 Jahren stand ich das erste Mal auf einem Surfboard und dieses Gefühl vom “auf dem Wasser stehen”, hat mich seit dem nie mehr losgelassen. Am Anfang war SUP „nur“ die Alternative für Tage ohne Wellen, um trotzdem auf einem Board stehen zu können. Allerdings ist diese „nur Alternative“ mit der Zeit zu einer eigenen Leidenschaft geworden. Deshalb freue ich mich für euch hier über spannende Themen rund um diesen wunderbaren Sport schreiben zu dürfen.

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